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mehr? Noch steht das Tor zum«Schifferhaus» offen. |
Artikel der Basler-Zeitung (baz) vom 13.10.2007
Sorge um das Schifferhaus
IMMOBILIEN BASEL-STADT
PRÜFEN VERKAUF
NADJA WIDMER In Kleinhüningen
wehrt sich der Quartierverein mit einer Petition gegen den Verkauf des «Schifferhauses».
Die Eigentümerin, Immobilien Basel-Stadt, rechtfertigt ihre Vorgehensweise. Der Quartierverein Pro Kleinhüningen ist empört darüber, dass er
nicht über die Pläne zum Verkauf des «Schifferhauses» informiert wurde. Georges A.
Böhler, Präsident des Quartiervereins, wurde Anfang September durch Angelika Schröter,
die Wirtin des «Schifferhauses», auf den geplanten Verkauf aufmerksam gemacht. «Das
darf doch wohl nicht wahr sein!», sagt Vereinspräsident Böhler gegenüber der baz. «Da
wird einmal mehr über das Leben der Quartierbewohner entschieden - und das von Leuten,
die nicht hier wohnen.» Das «Schifferhaus» an der Bonergasse 75 sei ein wichtiger
Treffpunkt, auch für den Quartierverein. Andreas Kressler hat
seine Gründe für die Prüfung eines Verkaufs:«In der Liegenschaft herrscht grosser
Sanierungsbedarf.» Beispielsweise müsse die Küche des Restaurants, das im Parterre
betrieben wird, erneuert werden. Da die notwendigen Sanierungen sehr viel Geld kosteten,
würden derzeit alternative Nutzungsmöglichkeiten geprüft. Dazu zähle auch ein Verkauf.
«Noch ist aber kein Entscheid gefallen», betont Kressler. Die weitere Nutzung sei noch
absolut offen. Sicher sei einzig, dass es die nächsten zehn Jahre nicht mehr so
weitergehen könne. BILLIGE AUSREDE.
Auch Georges A. Böhler weist den Sanierungsbedarf nicht von der Hand. «Aber das ist auch
nicht erstaunlich, schliesslich wurde jahrelang nichts gemacht.» Die Kosten dürften aus
seiner Sicht deshalb kein Argument für einen Verkauf des «Schifferhauses» sein. «Das
ist eine billige Ausrede.» Ausserdem habe der Kanton Basel-Stadt schon für weniger
sinnvolle Dinge Geld ausgegeben. Wichtig ist ihm,
dass zumindest der untere Teil des Hauses und der Garten weiterhin für Quartierbewohner
und Besucher offen stehen. «Das Haus soll auch deshalb nicht veräussert werden, weil die
Allgemeinheit, wenn es erst einmal verkauft ist, kaum noch Möglichkeiten zur Mitsprache
hätte.» MITARBEIT: PATRICK
MARCOLLI |