Geschichte der MSC Mediterranean Shipping Co SA Genf

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Im Jahre 1969 waren zwei junge Menschen, Herr Gianluigi Aponte und Herr Dominique Denat bei Bernie Cornfeld (IOS) in Genf, beschäftigt. Das Verkaufen von Fonds muss etwas mühsam gewesen sein. Herr Aponte besann sich auf seine maritimen Wurzeln, er war in Neapel geboren und gründete 1970 in Genf die Mediterranean Shipping Company.

Man begann mit der Vermittlung (dem broken) von Ladungen an Reeder. Als logische Weiterentwicklung wurde der Kauf eines Schiffes beabsichtigt und man erwarb die "Korbach" die man nach der Ehefrau des Dominique Denat "PATRICIA" (Eigner: Mediterranean Shipping Co. (Genève), Monrovia) nannte und im "Liniendienst" zwischen Italien und Somalia einsetzte. Der Vater des Herrn Aponte hatte dort gelebt und Handel mit Früchten betrieben und man hatte dahin gute Beziehungen. Auch ein dortiges Hotel das "Croce del Sud" war im Besitz der Familie.

Die Firma die damit eine Reederei betrieb nannte man "Aponte Shipping Company" mit Sitz in Monrovia, Broadway 31, Liberia.

Kurz nach der Indienststellung der "Patricia"  kaufte man ein zweites Schiff, das dann logischerweise den Namen der Ehefrau des Herrn Aponte trug, "RAFAELA". Eigentlich hätte das Schiff "Raffaela" (d.h. mit zwei "f") heissen sollen, aber bei der Angaben für die Registrierung trat ein Übermittlungsfehler auf.

Bei der Finanzierung der beiden ersten Schiffen waren verschiedene Freunde aus Italien und Marseille, wie auch die HAPAG, behilflich. Auch Frau Denat stellte einen nicht unerheblichen Teil ihres geerbten Vermögens zur Verfügung.

Im Jahre 1972 stand dann die "Pazifik" der Globus Reederei (eine Nachfolgerin der "Ersten Deutschen Walfang Gesellschaft")  zum Verkauf. Die Globus, im Besitz der Firma Henkel, Düsseldorf, war in Auflösung. Der grössere Teil der Flotte wurde dann von der SAFMarine übernommen.

Die "Pazifik" hatte 6'600 tons dead weight, war im Jahr 1952 gebaut. Die Reederei, die das Schiff verkaufte war die Fortuna Co. Incorporated, Panama (im Besitz der Globus Reederei). Der Verkaufspreis betrug US$ 263.000.-.

Da inzwischen unter den Partnern des Herrn Aponte ein Wechsel eingetreten war, (Herr Denat hatte die Firma verlassen, die Herren Philip Sills und Max Kalley waren mit frischem Kapital eingetreten) wurde das Schiff auf den Namen der Ehefrau des Herrn Kalley "ILSE" benannt.

Mit der "Pazifik" wurde auch deren Kapitän übernommen der dann als dritter Mann in der Reederei, damals noch in Brüssel in der Avenue Defré 265, arbeitete. Die anderen Personen zu dem Zeitpunkt waren Herr Aponte und dessen Frau Raffaela.

Die Geschäfte gingen anfänglich recht mühsam und wurden dann aber besser, als eine amerikanische Bank, "The First National Bank of Chicago", 1973 Mittel zur Verfügung stellte, um ein weiteres Schiff zu kaufen. Es war die "ALEXA", benannt nach der Tochter des Ehepaares Aponte.

Von da an verlief das Wachsen der Reederei gradlinig nach oben und die Flotte ist nach neuesten Nachrichten weltweit die zweit-grösste Container Reederei.

Ab 1975 hat die Reederei ihren Hauptgeschäftsitz in Genf.

NEUES FLAGGSCHIFF MSC

Nach Venedig wurde nun auch in Genua das Kreuzfahrten-Angebot der MSC, der neuen Flotte des Reeders Gianluigi Aponte präsentiert: die LIRICA, 58.600 Tonnen, befindet sich kurz vor der Fertigstellung in der Werft von Saint Nazaire und wird am 13. April 2003 eingeweiht. An Bord der Monterey, dem kleinsten der drei Schiffe der Passagierflotte der MSC, stellten die Verantwortlichen des Unternehmens aus Neapel das neue Schiff vor; ebenso das Winterprogramm der Kreuzfahrten in der Karibik, Südamerika und Mittelmeer. MSC gilt als das zweitstärkste Unternehmen im Bereich der Schnellboote SNAV; MSC startete erst vor zwölf Jahren im Kreuzfahrtsbusiness und ist die einzige rein national operierende auf diesem Sektor. Die Kompanie ist für ihren Stil, ihre Offenheit und Freundlichkeit bekannt und konnte 2002 ihren Umsatz um 12 Prozent steigern. Mit dem Start von LIRICA und dem Schwesternschiff OPERA konnte MSC das Bettenangebot verdoppeln. Die beiden Schiffe wurden von bekannten Architekten des Studio De Jorio entworfen, die ebenfalls aus Neapel stammen. Wie auf allen modernen Kreuzfahrtschiffen ist auch hier viel Platz vorhanden (1.200 Quadratmeter), ebenso wie ein Fitnessraum. Die LIRICIA verfügt über 795 Kabinen und befördert 2.200 Passagiere.

2001-02 Der Verfasser des Berichtes über die MSC, war selber in dieser Reederei tätig und ist SwissShips bekannt. Er hat uns gebeten Ihn nicht namentlich zu erwähnen.   

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