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Schweizer Tanker versenkt Fischkutter
CAP SÄO VICENTE (Portugal) - Die Männer auf der Brücke des Schweizer Tankers «Cervin» steuern Rotterdam an. Dass vor der portugiesischen Küste ein Fischerboot ihren Kurs kreuzt, sehen sie nicht.
Mittwoch, 15.03.2000, halb sieben Uhr früh: Die «Cervin», ein 7000 Bruttoregistertonnen grosser Chemietanker unter Schweizer Flagge, passiert 20 Seemeilen (36 km) vor der portugiesischen Küste das Kap von Sao Vicente.
Das Schiff hat im Mittelmeer Schmieröl geladen, das in Rotterdam gelöscht werden soll.
Plötzlich hören Seeleute einen Knall, dann sehen sie einen Fischkutter - er ist gekentert und dümpelt kopfüber im Meer. Aber nicht lange: Kurz nach dem Zusammenstoss mit dem 106 Meter langen Tanker sinkt er. Sofort lassen die Matrosen der «Cervin» ein Rettungsboot ins Wasser und bergen die sieben Fischer des Kutters an Bord. Sie überstanden den Aufprall unverletzt.
Der Tanker gehört der Genfer Firma Vinalmar. Josef Küttel (48), Generaldirektor von Vinalmar, zu BLICK: «Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Ich bin auch froh, dass es zu keiner Gewässerverschmutzung kam. »
Die «Cervin» ist nur leicht beschädigt.
FREDY HERREN
