FAVORITA
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History

Die M/S «FAVORITA», ein Kühlschiff, mit den typischen, in den fünfziger und sechziger Jahren üblichen Aufbauten mittschiffs und mit eigenem Ladegeschirr ausgerüstet (4x 5ton SWL Kräne), wurde ursprünglich für die Compagnie Générale Transatlantique (French Line) auf Kiel gelegt. Während ihres Baus wurde sie an die Maritime Financing Corporation, Monrovia, weiterverkauft, welche zur H.H. Thyssen-Bornemisza-Gruppe in Lugano gehörte. Am 30. April 1969 lief die «FAVORITA» vom Stapel. Benannt wurde das Schiff nach der bekannten Villa Favorita in Lugano, die dem Enkel des deutschen Stahlbarons Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza gehört. Im Dezember 1969 ist die «FAVORITA» an die Eignerin, die Maritime Financing Corp., Monrovia, übergeben und unter die Flagge Liberias gestellt worden, Heimathafen Monrovia. Das Management übernahm die Suisse-Outremer Bereederungs- und Befrachtungs A.G., Zürich, welche ihren Namen im April 1978 in Suisse-Outremer Reederei A.G., Zürich, änderte. Die Offizielle Nummer lautete: 3350. Als Rufzeichen erhielt die «FAVORITA»: 5LIO. Am 26. September 1979 wurde das Schiff innerhalb der Thyssen-Bornemisza-Gruppe auf die St. Gotthard Schiffahrts A.G., Chur, übertragen und unter Schweizer Flagge gestellt. Für die Bezeichnung des Heimathafens wurde der italienische Name von Basel: «Basilea» gewählt. Gleichzeitig erhielt die M/S «FAVORITA» das schweizerische Rufzeichen: HBFL. Offizielle Nr: 108. Die Crew der «FAVORITA» rettete unter dem Kommando von Kapitän Bernhard Wissmer am 16. März 1982, 15 Mann sowie den Bordhund «Leica» des spanischen Trawlers «RIBERA DEL ORBIGO» (246/62) aus Vigo, der nach Wassereinburch im Maschinenraum zwischen den Kanarischen Inseln und Cabo Bojador gesunken war. Der Trawler kam aus Las Palmas, wo er zuvor überholt worden war. Die St. Gotthard Schiffahrts A.G. verkaufte die «FAVORITA» am 13.Juli 1983 in Marseille an die staatliche Reederei Société Ivorienne de Transports Maritimes (SITRAM), Abidjan. Anlässlich dieses Handwechsels wurde das Schiff in «ONO» umbenannt und das Rufzeichen in TUMI geändert. Offizielle Nr: AN1003. Am 8. März 1985 kollidierte die «ONO» vor der mauretanischen Küste bei schlechter Sicht mit dem rumänischen Fischfabrikheckfänger «POSTAVARUL» (3971/84), der daraufhin mit zwei Toten an Bord bei der Position 19° 57' N, 17° 25' W sank. Nachdem das Schiff am 12. Juli 1985 auf einer Reise von Dakar nach Alicante mit einer Ladung Bananen und Ananas bei der Position 34° 51' N, 07° 06' W im Maschinenraum Feuer fing, wurde es am Tage darauf mit schweren Brandschäden in den Hafen von Cadiz geschleppt. Anlässlich der Inspektion im Hafen starben am 15. Juli 1985 drei Inspektoren durch Co2-Vergiftung, als sie im Laderaum die Temperatur messen wollten. Das tödliche Gas war durch den Reifungsprozess der geladenen Früchte entstanden. Schliesslich wurden Schiff und Ladung als Totalverlust deklariert, und das Wrack der m/s «ONO» an eine spanische Abbruchgesellschaft verkauft. Am 28. Oktober 1985 wurde sie nach Algeciras zur Verschrottung geschleppt. |